Meine tiergestützte Arbeit

Über die tiergestützte Arbeit lässt sich abendelang erzählen, ich möchte mich daher hier für den Anfang auf drei Bereiche beschränken:

1. Die Zielsetzung der tiergestützten Arbeit

2. Mein Team für die tiergestützte Therapie

3. Die von uns betreuten Institutionen


1. Zielsetzung

Der Vorteil der tiergestützten Arbeit liegt zu einem großen Teil in der Tatsache, dass der Hund beim Kontakt mit dem Menschen keine Wertung vornimmt. Er urteilt nicht über das Aussehen der Personen, über ihren sozialen Status oder über körperliche oder geistige Handycaps. Der Hund geht auf jede Person gleich freundlich zu und spiegelt das ihm entgegen gebrachte Verhalten.


Zusätzlich hat der Hund einen Aufforderungscharakter. Er motiviert den Menschen zu Bewegungen, zu deutlicher Aussprache, zu feinmotorischen Bewegungsabläufen usw. und belohnt die Anstrengungen direkt und unmittelbar mit seinen Reaktionen. Durch den sensorischen Kontakt mit dem Hund, das Fühlen der Körperwärme, das Streicheln des Fells, fühlen wir uns verbunden mit dem Tier. Der Mensch wird auf einer tiefen Ebene seines Bewusstseins angesprochen.


Viele Menschen öffnen sich leichter, wenn Hunde anwesend sind. Es entsteht eine andere Motivation für und mit dem Hund zu arbeiten und das Erfolgserlebnis hat eine andere Wertigkeit.


2. Mein Team für die tiergestützte Therapie

Zusammen mit meinen beiden Hunden stehe ich für die tiergestützte Arbeit in Kindergärten, Schulen, Altenheim usw. zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit den Pädagogen, Therapeuten oder Pflegekräften vor Ort können wir wöchentlich, 14-tägig oder monatlich Ihre Einrichtung besuchen.


ScullyScully ist eine ausgebildete Therapiehündin. Sie ist eine ruhige, zurückhaltende Hündin, die nicht stürmisch auf Menschen zugeht. Sie reagiert ausgesprochen sensibel auf Stimmungs-schwankungen und registriert selbst kleinste Veränderungen in der Körpersprache (Körper- und Muskelspannung, Atmung usw.).

Bei ihr unbekannten oder augenscheinlich bedrohlichen Situationen reagiert sie niemals aggressiv, sondern immer zurückhaltend und abwartend.


HurleyHurley ist ein Riesenschnauzer wie er im Buche steht. Mit knapp einem Jahr ist er ein „Hans-Dampf in allen Gassen“. Immer guter Dinge, immer lustig und jederzeit begierig neue Dinge zu lernen.
Dabei ist er manchmal recht stürmisch, aber immer freundlich. Er ist ein sehr liebenswerter Hund, den man schnell ins Herz schließt.
Hurley befindet sich z.Zt. noch in der Ausbildung zum Therapiehund.


3. Die betreuten Institutionen:

3.1 Franz-Claudius Grund- und Förderschule:

Angefangen habe ich mit Scully während unserer Praktikumszeit in einer 3.Klasse der Franz-Claudius-Schule in Bad Segeberg.
Scully ist eine sehr ruhige, zurückhaltende Hündin, die sich bei Lärm und Hektik zurückzieht. Aber gerade dieses Verhalten, das manche Ausbilder als unpassend für Therapiehunde ansehen, hat für unsere Arbeit den durchschlagenden Erfolg gebracht. Die Kinder mussten sich zurücknehmen, leise und vorsichtig sein, wenn sie die Aufmerksamkeit und Zuneigung von Scully gewinnen wollten. Die Lehrerin berichtete immer wieder begeistert, dass der Tag, an dem Scully in die Klasse kam, viel ruhiger verlief als andere Wochentage.

SchulklasseDas Hauptziel meiner Arbeit in dieser Klasse war das Erkennen der Körpersprache des Hundes und die Übertragung der Signale auf die emotionale Ebene der Schüler. Was mag der Hund fühlen, wenn er die Ohren anlegt? Können wir das auch? Wie zeigen die Mitschüler, dass ihnen etwas nicht gefällt? Ich wollte versuchen, die Kinder für die Körpersprache zu sensibilisieren und sie ohne Zurechtweisungen selber lernen lassen, wo die Grenzen sind.



Scully im Kindergarten3.2 Ev.-Luth. Kindergarten Glindenberg:

Heute arbeite ich mit Scully zusammen im Ev.-Luth- Kindergarten Glindenberg. Mit großer Unterstützung der Leiterin des Kindergartens haben wir schon in allen Gruppen gearbeitet.

Mit viel Enthusiasmus wird Scully immer von den Kindern begrüßt und selbst die ängstlichen unter ihnen habe mit der Zeit Gefallen an der Arbeit mit Scully gefunden.

Für uns Erwachsene scheint es auf den ersten Blick keine große Sache zu sein, einen Hund an der Leine im Slalom um ein paar Hütchen zu führen. Aber für eine Vierjährige, die ja einen ganz anderen Blickwinkel hat (Scully hat eine Schulterhöhe von 55 cm), ist es eine Herausforderung und man kann im Verlauf des Parcours förmlich sehen, wie das Mädchen größer und größer wird, weil sie so stolz ist.

Zurzeit sind Scully und ich einmal die Woche in Einzelstunden und Kleinstgruppen mit ausgewählten Kindern in der tiergestützten Therapie helfend tätig.


3.3 Altenheim Haus Diana:

Haus DianaParallel dazu arbeiten wir alle 14 Tage in Seekamp im Altenheim Haus Diana im Besuchsdienst. Hier habe ich die Erlaubnis von Frau Winter, auch Hurley mitzunehmen und auszubilden.

Die Freude ist immer groß wenn ich mit beiden Hunden komme. Ich arbeite trotzdem einzeln mit den Tieren und so hat Scully den Vortritt. Nach der Begrüßung der Bewohner im Aufenthaltsraum gehe ich mit Scully auch zum Besuchsdienst in einzelne Zimmer zu bettlägerigen Bewohnern und in die Demenzgruppe.


Das oben gezeigte Bild wurde von Fr. Scholmann vom
NordExpress freundlicherweise zur Verfügung gestellt.


Haus DianaAnschließend hat Hurley seinen Auftritt. Die Bewohner fragen schon immer wenn ich komme, ob er auch wieder mit ist und die Begeisterung für seinen jugendlichen Übermut kann man am Lachen in ihren Gesichtern ablesen.

Gerne kommen wir auch in Ihre Einrichtung und informieren Sie über die Vorteile der tiergestützten Arbeit.
Bei Interesse berate ich Sie gerne telefonisch. Meine Telefonnummer finden Sie unter dem Punkt „Kontaktdaten“.